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Steinmetzwerkzeuge und Handwerkzeuge

September 17, 2008

Steinmetzwerkzeuge werden sowohl von den Steinmetzen als auch von den Steinbildhauern als sogenannte Handwerkzeuge benutzt. Lediglich die Steinbildhauer benutzen weitere wenige spezielle Meißel sowie Meß- bzw. Übertragungswerkzeuge.

Steinmetzwerkzeuge sind zum größten Teil historisch überkommene Handwerkzeuge. Die Handwerkzeuge werden entsprechend ihrer Verwendung in Hart- und Weichgesteinswerkzeuge unterschieden.
Die im Steinbruch gewonnenen Steinblöcke werden grob bearbeitet. Diese Bearbeitung nennt man Bossieren mit dem Bossierhammer und Bossiereisen, während auf dem Werkplatz die Werkstücke aus Weichgestein mit dem Zweispitz, der Fläche, dem Scharriereisen, dem Schlageisen und Beizeisen, Krönel, Riffelhammer und Stockhammer (bei Hartgestein) weiter bearbeitet werden.

Die Werkzeuge des Steinmetzen und Steinbildhauers für die Bearbeitung des rohen Werksteins sind entweder aus Werkzeugstahl oder sie haben an ihren Schneiden bzw. Spitzen eingelötete Hartmetalle, die Widiaeisen genannt werden. Die Werkzeugausrüstung, die die Steinmetzen und Steinbildhauer für die manuelle Flächen- und Profilarbeit nennen sie „Geschirr“.

Mit Fäusteln getriebene Eisen sind am Ende oftmals leicht spitz zugeschmiedet oder geschliffen und haben einen sogenannten Fäustelkopf. Die mit Knüpfeln getriebene Eisen weisen eine angeschmiedete Verdickung, einen Knüpfelkopf, auf. Diese Knüpfelköpfe vermeiden eine übermäßige Abnutzung oder Beschädigung von Holzknüpfeln. Neben den hier aufgelisteten Standardformen werden für komplizierte Profilierungen gelegentlich besonders geformte Eisen benötigt, etwa Rundeisen oder Schrägeisen mit abgerundeter oder schräg gesetzter Schneide oder verkröpfte Eisen. Diese Eisen sind im Handel nicht erhältlich und müssen in aller Regel als Sonderanfertigung geschmiedet oder aus Widiaeisen zurechtgeschliffen werden.


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