Steckleitern und Schiebleitern

Die Leiter (von althochdeutsch: leitara lehnen, die Angelehnte) ist ein Gerät mit Sprossen zum Hinauf- und Hinabsteigen, die links und rechts in zwei Holme eingepasst sind.

Schiebleiter

Die dreiteilige Schiebleiter ist eine Anstellleiter und besteht aus drei beweglich verbundenen Leiterteilen, die mittels eines Zugseils auseinander gezogen werden kann. Nach Norm (siehe unten) hat sie zusammengeschoben eine Transportlänge von 5,60 m, komplett ausgezogen eine Einsatzlänge von 14 m, was eine Arbeitshöhe von 12,20 m (3. OG) ermöglicht. Unter-, Mittel- und Oberleiter haben jeweils 17 Sprossen. Eine Schiebleiter aus Holz wiegt 100 kg, aus Aluminium 75 kg.

Klappleiter

Die Klappleiter (auch Doppelleiter) ist eine Anstellleiter. Nach Norm (siehe unten) hat sie zusammen geklappt eine Länge von 3,26 m, auseinander geklappt eine Länge von 3 m und ist somit die einzige genormte Leiter, deren Transportlänge größer als die Einsatzlänge ist. Früher war es erlaubt, doch heute darf man sie nicht mehr als Rammbock benutzen, da die Verletzungsgefahr zu hoch ist!

Hakenleiter

Die Hakenleiter hat nach den Normen eine Länge (siehe unten) 4,40 m und besitzt an der Oberseite einen Haken, mit dem sie in eine höhergelegene Öffnung eingehängt werden kann. Sie darf nicht als Anstellleiter verwendet werden, da sie nur für Zug- jedoch nicht für Druckbelastungen ausgelegt ist. Da sie wie oben beschrieben z. B. an jeden Balkon oder in jedes Fenster gehängt werden kann ist ihre Arbeitshöhe als einzige Leiter praktisch unbegrenzt.

Kletterleiter

Die in Turnhallen an der Wand befestigte Übungsleiter zur Körperschulung nennt man auch Sprossenleiter oder Sprossenwand.

Steckleiter

Die Differenz zwischen der Leiterlänge mehrerer Teile und der Summe der Länge der Einzelteile ergibt sich aus der Überschneidung der Teile beim Zusammenstecken. Es werden so genannte A-Teile und B-Teile unterschieden: Die A-Teile haben auch in Fußhöhe Sprossen, so dass sie nicht auf ein Leiterteil gesteckt werden können. Ein A-Teil ist also immer das unterste Leiterteil. Mittlerweile verwendet man statt einem A-Teil ein B-Teil mit einem Einsteckteil mit Sprossen. Beispielsweise können so im Feuerwehrbereich zwei Löschfahrzeuge mit nur je 2 Leiterteilen trotzdem eine 4-teilige Leiter zusammenbauen. Außerdem gibt es noch ein Verbindungsteil, um 2 Leiterteile zu einer so genannten Bockleiter zu verbinden.

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