Hollywoodschaukel und ihre Geschichte

September 17, 2008

Eine Hollywoodschaukel ist eine überdachte und gepolsterte Gartensitzbank, die leicht in Schaukelbewegung versetzt werden kann. Im deutschen Sprachraum ist das Möbelstück nach der amerikanischen Filmstadt Hollywood, einem Vorort Los Angeles, benannt. In den USA selbst heißen solche Schaukeln porch swing (Veranda-Schaukel), die Benennung nach Hollywood ist dort unbekannt.

Der Erfinder der Hollywoodschaukel ist nicht überliefert und somit unbekannt. Nachweislich gibt es derartige Gartenmöbel seit 1909 in England. In den 1950er Jahren kam der Durchbruch: Durch verschiedene Hollywood-Filme waren die Schaukeln auch in Europa bekannt geworden und erhielten hier wohl aus Marketinggründen ihren heute noch gebräuchlichen Namen. Die Hollywood-Schaukel wurde zu einem Inbegriff von sich modern und mondän gebender Freizeitgestaltung zur Zeit des Wirtschaftswunders . Da sie im eigenen Garten zudem erheblich günstiger als etwa ein Swimmingpool einzurichten war und sogar auf Balkonen zu benutzen war, war die Hollywoodschaukel bald weit verbreitet. Die Polstermuster der Schaukeln waren oft bunt und grell und weckten – ähnlich wie Hawaiihemden – Assoziationen an eigene Urlaubsreisen in den Süden oder auch nur aus Filmen bekannte exotische ferne Länder.

In den 1960er und 1970er Jahren bat die österreichische Journalistin Margret Dünser für die erfolgreiche ZDF-Fernsehserie V.I.P.-Schaukel Mitglieder des internationalen Jet-Sets in deren privatem Umfeld und eben gelegentlich auch in einer der namensgebenden Hollywood-Schaukeln zum Interview. Durch diese Sendung und ihren bald sprichwörtlichen Namen wurde der Eindruck des Weltläufigen noch verstärkt, der sich mit dem Gartenmöbel verband.

Heute ist die Hollywoodschaukel aus den meisten Gärten verschwunden, jedoch immer noch im Handel erhältlich. Ungepolsterte Möbel mit ähnlicher Funktion gibt es auch aus Holz oder Aluminium.

Natriumdampflampen für den Garten

September 17, 2008

Die Natriumdampflampe ist eine Gasentladungslampe, die ihr nahezu monochromatisches gelbes Licht aus einer Gasentladung in Natriumdampf gewinnt. Anders als Leuchtstoffröhren benötigen Natriumdampflampen keinen fluoreszierenden Leuchtstoff. Bei diesen Lampen erzeugt die Gasentladung selbst schon sichtbares Licht, und muß nicht erst in dieses umgewandelt werden. Dadurch wird der Wirkungsgrad deutlich erhöht, zumal das menschliche Auge in diesem Farbbereich auch besonders empfindlich ist.

Das weitgehend monochromatische Licht ermöglicht nahezu kein Farbsehen, allerdings ist das Kontrastsehen in diesem Farbspektrum beim Menschen besonders hoch, so daß diese Art der Beleuchtung vorzugsweise im Straßenverkehr, auf Parkplätzen, auf Eisenbahnlinien und Bahnhöfen, auf Industriegeländen usw. eingesetzt wird – also primär an Orten an denen es auf die sichere Erkennung von Objekten und Hindernissen ankommt. Weiterhin findet die Lampe Verwendung als Pflanzenwuchsleuchte sowie als Beleuchtung für Terrarien. Das gelbe Licht soll sich auch weniger anziehend auf Insekten auswirken.

Natriumdampflampen werden nicht direkt an Netzspannung betrieben, sondern benötigen ein Vorschalt- bzw. Zündgerät. Nach dem Zünden leuchten die Lampen zunächst nur schwach. Es dauert ca. 15 Minuten, bis sie ihre volle Helligkeit erreicht haben. Nach dem Ausschalten müssen die Lampen auskühlen, bevor sie sich mit Standard-Zündgeräten wiedereinschalten lassen. Sofortzündgeräte oder Heißzündgeräte sind in der Lage, Natriumdampflampen auch dann zu zünden, wenn die Lampe gerade zuvor ausgeschaltet wurde. Hierzu verwendet das Heißzündgerät Zündspannungen von über 30 kV, die auch die Entladungsstrecke einer heißen Natriumdampf-Hochdrucklampe ionisieren können.

Die beiden dominierenden Wellenlängen des ausgestrahlten Lichts betragen 589,00 nm und 589,59 nm. Diese werden ausgesandt beim Übergang von Elektronen aus dem 3P1 / 2 bzw. 3P3 / 2 in den 3S1 / 2 Zustand des Natrium-Atoms. Das 3P-Niveau ist durch Spin-Bahn-Kopplung in zwei Unterniveaus aufgespalten, was im Spektrum als die charakteristische Natrium-Dublette erkennbar ist.

Natrium ist sehr reaktionsfreudig. Tritt es durch Beschädigung aus der Lampe aus, kann es mit der Luft und dem enthaltenen Wasser (Luftfeuchtigkeit) reagieren und so Verpuffungen oder Explosionen verursachen. Die Lampen müssen nach Gebrauch sorgfältig entsorgt werden.

Vom Garten zum Kleingarten

September 17, 2008

Ein Garten ist ein Stück Land, das mit gestalterischen Mitteln (z. B. Pflanzen, Wege, Wasser, Steine, Kies, Holz, Licht/Schatten (Beleuchtung) oder Bauten) unter zuhilfenahme von Gartengeräten bearbeitet wird, um einen direkten Ertrag zu ernten oder um einem künstlerischen, spirituellen, religiösem oder therapeutischem Zweck oder um der Freizeitgestaltung zu dienen.

Neben der heute oftmals anzutreffenden Form eines Mischgartens, der viele der genannten Aspekte in sich vereint, unterscheidet man in Europa auch schwerpunktmäßig den Haus- oder Nutzgarten, den botanischen Garten und den Versuchsgarten.

Ist ein Garten größer, so dass er von einem einzelnen Menschen nicht mehr neben der Berufsarbeit gepflegt werden kann, und wenn er nicht zu Ertragszwecken, sondern als ästhetisches Objekt angelegt und unterhalten wird, so spricht man von einem Park, auch wenn sich im Namen einer solchen Anlage das Wort „Garten“ erhalten hat (z. B. Englischer Garten in München).

In einem Garten oder Park werden Pflanzen wie folgt unterschieden:

Einjährige (blühen im gleichen Jahr, in dem sie ausgesäät werden) Zweijährige (blühen im dem der Aussaat folgenden Jahr) Mehrjährige (ziehen im Winter ein und treiben wieder z.B. aus Wurzel, oder Knolle wieder mit neuen Sprossen aus) Halbsträucher (Übergang zwischen Staude und Strauch) Sträucher (Gehölze die keinen Stamm bilden, sondern sich meist schon an der Basis in Ästen verzweigen) Bäume (stammbildende Gehölze die sich in Ästen erster und zweiter Ordnung (usw.) verzweigen. Bei den Gehölzen werden Laub- und Nadelgehölze (Koniferen) unterschieden, und diese wiederum in sommergrüne, wintergrüne und immergrüne. Weitere im allgemeinen Sprachgebrauch verwendete Pflanzenbezeichnungen sind Gräser (ein- bis mehrjährig, einkeimglättrig), Stauden (mehrjährig), Zwiebelpflanzen (im frühjahr/herbstblühend und im Herbst in den Garten gesetzt, oder sommerblühend nicht winterhart und im frostfreien Frühjahr gepflanzt),winterharte Pflanzen (die im Freien überwintern) und frostempfindliche Pflanzen (die Schutz vor bestimmten niedrigen Temperaturen oder der Frühjahrssonne benötigen).

Weit verbreitet sind in Europa die Kleingärten (sog. Schrebergärten), die meist zur Erholung und dem Anbau von Obst (Obstbäume) und Gemüse dienen. Oft werden in Gärten auch Blumen gepflanzt, die einen positiven optischen Eindruck erzeugen oder angenehm duften. Daneben sind Hecken zur Eingrenzung weit verbreitet.

Kleingärten werden in der Regel von Vereinen (Kleingartenvereinen) verwaltet und günstig an Mitglieder verpachtet. Kleingartengebiete wurden vielerorts in Europa ausgewiesen, um der Bevölkerung vor allem in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg eine bessere Ernährung zu ermöglichen. In Deutschland liegen derartige Anlagen fast in allen Orten in der Nähe von Bahnanlagen.

Teiche sind lebenede Organismen

September 17, 2008

Ein Teich ist ein künstlich hergestelltes stehendes Gewässer. Funktionen eines Teiches sind neben seiner Rolle als Schmuck- und Zierteich.Ein Gartenteich, oder auch Schmuck- und Zierteich genannt. Die Abdichtung eines künstlichen Teiches kann mit Teichfolie, einer Tondichtung, mit Bentonit oder Beton durchgeführt werden. Auch gibt es Fertigbecken aus PE oder Polyester.angelegt. Sein Zweck liegt in den meisten Fällen in der Verschönerung des Gartens, er kann aber auch aus künstlerischen oder therapeutischen Zwecken angelegt werden. Außerdem kann ein Teich in einem Naturgarten vielen Tieren Lebensraum bieten.

Ein Teich kann auf viele verschiedene Weisen angelegt werden, z.B. möglichst naturbelassen, modern oder auch asiatisch mit den sehr beliebten Kois. Zierteiche erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und haben inzwischen sogar in sehr kleinen Gärten Einzug erhalten, selbst auf mancher Terrasse lassen sie sich finden. Dies ist wohl auf den hohem Erholungswert zurückzuführen den Zierteiche auszeichnen, ein kleiner Bach oder sogar Springbrunnen verstärken diesen Effekt noch. Teiche sind außerdem ein großes Entdeckungsgebiet für Kinder, aber auch so mancher Erwachsener wird sich wundern, welch eigentümliche Lebewesen sich in großer Anzahl im Biotop Teich finden lassen. Künstlichen Teiche sind ferner auf Golfplätzen wo sie als Wasserreservoir bzw. Spielhindernisse dienen. In neugeschaffenen, künstliche Teichen wird Fischlaich häufig im Gefieder von Wasservögeln eingeschleppt.

Der Sonnenschirm

September 17, 2008

Der Sonnenschirm (selten auch frz. Parasol genannt) ist ein Schirm, der verwendet wird, um vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Der Gegenstand ist ein Erzeugnis des Schirmmachers, wird heutzutage aber überwiegend industriell hergestellt.

Ebenso wie ein Regenschirm besteht er aus einer Bespannung aus Stoff oder Kunststoff, die über Speichen gespannt ist und von einem lotrecht aufgesetzten Stiel in die Höhe gehalten wird. Sonnenschirme, deren Standrohr außerhalb der Schirmfläche steht, werden als Freiarmschirme, Ampelschirme oder auch als Seitenmastschirme bezeichnet.

In Ländern südlicheren Breitengrades wie Japan oder auch Spanien werden tragbare Sonnenschirme auch heute verwendet, praktisch ausschließlich von Frauen, nicht nur, um sich vor der heißen Sonne zu schützen, sondern auch, um nicht braun zu werden.

Hier gilt nämlich nicht Hautbräune, sondern die vornehme Blässe der Haut als Attraktivitätsmerkmal einer Frau, denn in diesen Ländern wird, wer sich im Sommer im Freien bewegt, ohne viel Zutun durch die intensive Sonneneinstrahlung auf jeden Fall braun.

Im Freien bewegen sich traditionell nur die niederen Berufe: Bauern, Bauarbeiter etc. So war die weiße Haut ein Zeichen für einen höheren Stand, für Leute, die (wenn sie überhaupt arbeiteten) ihre Arbeit im Haus ausüben konnten. Auch wenn dieser Hintergrund teilweise verlorengegangen ist, schützen sich heute viele Japanerinnen jeden Alters und ältere Spanierinnen mit tragbaren Sonnenschirmen, die kleiner und leichter sind als Regenschirme.

Steckleitern und Schiebleitern

September 17, 2008

Die Leiter (von althochdeutsch: leitara lehnen, die Angelehnte) ist ein Gerät mit Sprossen zum Hinauf- und Hinabsteigen, die links und rechts in zwei Holme eingepasst sind.

Schiebleiter

Die dreiteilige Schiebleiter ist eine Anstellleiter und besteht aus drei beweglich verbundenen Leiterteilen, die mittels eines Zugseils auseinander gezogen werden kann. Nach Norm (siehe unten) hat sie zusammengeschoben eine Transportlänge von 5,60 m, komplett ausgezogen eine Einsatzlänge von 14 m, was eine Arbeitshöhe von 12,20 m (3. OG) ermöglicht. Unter-, Mittel- und Oberleiter haben jeweils 17 Sprossen. Eine Schiebleiter aus Holz wiegt 100 kg, aus Aluminium 75 kg.

Klappleiter

Die Klappleiter (auch Doppelleiter) ist eine Anstellleiter. Nach Norm (siehe unten) hat sie zusammen geklappt eine Länge von 3,26 m, auseinander geklappt eine Länge von 3 m und ist somit die einzige genormte Leiter, deren Transportlänge größer als die Einsatzlänge ist. Früher war es erlaubt, doch heute darf man sie nicht mehr als Rammbock benutzen, da die Verletzungsgefahr zu hoch ist!

Hakenleiter

Die Hakenleiter hat nach den Normen eine Länge (siehe unten) 4,40 m und besitzt an der Oberseite einen Haken, mit dem sie in eine höhergelegene Öffnung eingehängt werden kann. Sie darf nicht als Anstellleiter verwendet werden, da sie nur für Zug- jedoch nicht für Druckbelastungen ausgelegt ist. Da sie wie oben beschrieben z. B. an jeden Balkon oder in jedes Fenster gehängt werden kann ist ihre Arbeitshöhe als einzige Leiter praktisch unbegrenzt.

Kletterleiter

Die in Turnhallen an der Wand befestigte Übungsleiter zur Körperschulung nennt man auch Sprossenleiter oder Sprossenwand.

Steckleiter

Die Differenz zwischen der Leiterlänge mehrerer Teile und der Summe der Länge der Einzelteile ergibt sich aus der Überschneidung der Teile beim Zusammenstecken. Es werden so genannte A-Teile und B-Teile unterschieden: Die A-Teile haben auch in Fußhöhe Sprossen, so dass sie nicht auf ein Leiterteil gesteckt werden können. Ein A-Teil ist also immer das unterste Leiterteil. Mittlerweile verwendet man statt einem A-Teil ein B-Teil mit einem Einsteckteil mit Sprossen. Beispielsweise können so im Feuerwehrbereich zwei Löschfahrzeuge mit nur je 2 Leiterteilen trotzdem eine 4-teilige Leiter zusammenbauen. Außerdem gibt es noch ein Verbindungsteil, um 2 Leiterteile zu einer so genannten Bockleiter zu verbinden.

Markisen und Fallarmmarkisen

September 17, 2008

Eine Markise ist eine an einem Objekt befestigte Gestellkonstruktion mit Bespannung, die unter anderem als Sonnen-, Wärme-, Blend- und Objektschutz dient. Sie kann auch, je nach Art und Ausrüstung als Sicht- und Regenschutz dienen. Markisen fallen in den Zuständigkeitsbereich des Rollladen-, Jalousie- und Sonnenschutzgewerbes.

Bereits in der Antike soll es den der heutigen Markise ähnlichen Sonnenschutzanlagen gegeben haben. Mitte des 18. Jahrhundert errang die Markise in Frankreich zunehmende Popularität. Der Begriff Markise leitet sich von dem französischen Wort für Adelsdame, Marquise, ab. Überlieferungen zu folge soll in einem Heerlager immer dann die Sonnenschutzanlage ausgefahren worden sein, wenn die Frau des Offiziers anwesend war. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich die einfache Sonnenschutzbespannung zu den heutigen Markisen. Mit immer mehr technischen Neuerungen, sind Markisen heute High-Tech Produkte.Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen 3 Markisenarten. Der Roll-Markise, bei welcher das Tuch auf eine Tuchwelle eingerollt werden kann, der Falt-Markise, die zwar beweglich ist, aber keine Tuchwelle besitzt und der Fest-Markise, die in ihrer Form nicht veränderbar ist.

Die Fallarmmarkise ist eine einfache Roll-Markisen-Konstruktion und wird oft als Verschattung und Sichtschutz vor Fenstern angebracht. Die Tücher sind in vielen Fällen nicht ganz lichtdicht, so dass sie zwar als Blendschutz dient, aber dennoch Licht in den Raum lässt. Das Tuch befindet sich auf einer Tuchwelle und wird durch zwei oder mehr Arme, die am unteren Ende des Ausfallprofils befestigt sind, zum Ausfall gebracht. Durch Druckfedern in oder an den Armen wird die benötigte Zugkraft aufgebracht. Je nach Länge und Anbringungshöhe der Fallarme kann der Schwenkbereich zwischen 90 und 140 Grad liegen. Bei Schwenkbereichen über 140 bis 180 Grad werden die Ziehkräfte, die nötig sind, um die gestreckten Arme wieder zu beugen, extrem hoch. Die Bespannung (das Markisentuch) könnt dadurch Schaden nehmen, weil die Nähte bei so großen Neigungswinkeln sehr stark belastet würden. Die Markise kann elektrisch mittels eines ‘Rohrmotors, oder manuell über Getriebe und Kurbel bedient werden.

Pavillons als frei stehendes Gebäude

September 17, 2008

Ein frei stehender Pavillon ist ein überdachtes, meist rundum offenes oder zu öffnendes Bauwerk. Der Grundriss ist meistens rund oder hat die Form eines regelmäßigen Vielecks.

Obwohl schon in der Antike bekannt und gebraucht, erscheint der Pavillon in der Architektur Europas vermehrt in der Epoche des Absolutismus in den Parks und Gärten des Adels, als Nebengebäude eines Schlosses, als Ruheplatz, Aussichtspunkt oder einfach als gestalterisches Element. Später verbreitete er sich in die Gärten des wohlhabenden Bürgertums und wurde dort zu den gleichen Zwecken genutzt. An öffentlichen Bauten sind die Musikpavillons in Kuranlagen zu nennen. In der modernen Architektur zeigen manche Sportarenen Merkmale des Pavillons.

In Asien, insbesondere in der Architektur Chinas hat der Pavillon eine lange Tradition. Auch in Japan, Indien und Thailand findet sich die Form des Pavillons, oft in sakralen Bauten. In buddhistischen Tempeln wird der Pavillonbau in vielfältiger Weise genutzt. Besonders in Thailand ist er in Form der Sala in und außerhalb von Tempelanlagen sehr beliebt.

Im barocken Profanbau, speziell im Schlossbau französischer Prägung, bezeichnet man einen innerhalb eines mehrteiligen Gebäudes meist höheren oder deutlich hervorgehobenen Baukörper mit einer eigenen Bedachung ebenfalls als Pavillon. Er wurde genutzt, um die Fassade eines größeren Bauwerks zu gliedern, den Corps de Logis von den Seitenflügeln optisch abzuheben oder die Flügel enden in einem Pavillon.

Auch die moderne Architektur nutzt dieses Stilelement im vielfältiger Weise, beispielsweise beim neuen Bundeskanzleramt in Berlin.

Moderne Gewächshäuser von PhyTec

September 17, 2008

Ein Gewächshaus oder Glashaus (vereinzelt auch Treibhaus genannt) ist eine lichtdurchlässige Konstruktion, die eine geschützte und kontrollierte Anzucht von Pflanzen ermöglicht. Die Abdeckung – traditionell aus Glas, heute oft Folien – erhöht einerseits durch den Treibhauseffekt die Temperatur, andererseits schützt sie vor Niederschlag. Durch Regelung der Lufttemperatur und der Bewässerung ist ein optimales Wachstum der Pflanzen und eine gewisse Steuerung anderer Bedingungen (Fortpflanzung etc) möglich.

Das derzeit größte Gewächshaus der Welt ist das des Eden Projektes.Gewächs- bzw. Glashäuser gibt es in sehr verschiedenen Größen von wenigen Quadratmetern bis zu riesigen Palmenhäusern (siehe oberes Bild). In einem Kleingarten genügen schon 1-2 ausrangierte Fenster, um ein niedriges Gewächshaus zu bauen, das sich durch Öffnen der Glasflächen regeln lässt.

Bei Sonneneinstrahlung kommt es zu einer starken Erwärmung im Gewächshaus. Der Grund dafür ist eine Art Wärmestau: die Energie der Sonnenstrahlung erwärmt zunächst den Boden, die Pflanzen und Teile des Gewächshauses, doch die von ihnen wieder abgegebene Wärmestrahlung (Infrarot) wird vom Raum zurückgehalten.

Dieser Glashauseffekt (Benennung von J.Fourier) wird oft bei Wohnhäusern (Wintergarten) und Dachflächen (z.B. Ateliers) genützt, doch auch im Großen bei Orangerien und Schlössern. Die vom aufgeheizten Innenraum erwärmte Luft wird bei geschlossenen Glasflächen von außen nur wenig abgekühlt, weil der Luftaustausch gering ist. Hingegen wird fast alle IR-Strahlung vom Glas und dem Bau selbst in den Raum zurück reflektiert („selektive Transparenz“).

Allerdings kann an einem normalen Sonnentag die Innentemperatur auf pflanzenschädliche 35°C und mehr erhöhen. Daher muss man Gewächshäuser auch lüften können, was meist mit Dach- oder Stehwandlüftung erfolgt.Neuere Typen, sogenannte Cabrio-Gewächshäuser, können ihre Dachfläche weitgehend zusammenschieben. Damit kann die Innentemperatur so gesteuert werden, dass sie fast der Außentemperatur entspricht. Dies führt zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei Kaltkulturen und während der Sommermonate.

Für den gewerbsmäßigen Gemüseanbau werden heute vielfach Kunststofffolien verwendet, die teilweise große Flächen und ganze Talböden bedecken. In El Ejido stehen so viele mit Plastikplanen gedeckte Gewächshäuser wie nirgends sonst in Europa. Modernste Technik wird häufig zunächst in Forschungsgewächshäusern eingesetzt. In der Pflanzenexperimentieranlage PhyTec des Forschungszentrum Jülich werden beispielsweise Gläser aus der Solarindustrie eingesetzt, die maximale Transparenz und mechanische Stabilität aufweisen.

Gruson-Gewächshäuser sind modern

September 17, 2008

Die Gruson-Gewächshäuser sind eine öffentliche Gewächshausanlage in Magdeburg und enthalten eine bedeutende, bis in das 19. Jahrhundert zurückgehenden, Pflanzensammlung.

Im Kakteenhaus können 400 Kakteenarten besichtigt werden. Darunter auch circa 150 Jahre alte Goldkugelkakteen, die nach dem Begründer des Hauses den offiziellen lateinischen Namen Echinocactus grusonii tragen. Das Kleine und Große Tropenhaus beherbergt in tropischen Klima Pflanzenarten aus den Tropen. Hier wachsen unter anderem Ananas, Guayave, Baummelonen, Kakao, Pfeffer und Süßkartoffeln. Aber auch Gummibaum, Liane, Buntblattgewächse und Bananenstauden werden zur Schau gestellt.

Größte Attraktion des Viktoriahauses ist die Riesenwasserrose Victoria amazonica. Ihre über zwei Meter großen Schwimmblätter können Lasten bis zu 50 kg tragen. In diesem Schauhaus wachsen jedoch auch Lotosblumen, Mimosen, Reis und Zuckerrohr. Die Grusonschen Gewächshäuser verfügen auch über eine 400 Arten umfassende Sammlung von Bromelien. Im Wintergarten, in dem auch exotische Vögel gehalten werden, befindet sich eine Zwergpalme mit einer Stammhöhe von 3 Metern.

Eine umfangreiche Sukkulentensammlung befindet sich im Sukkulentenhaus. Das 16 Meter hohe Palmenhaus ist Standort für viele Palmenarten und auch für den Riesenbambus. Eine im Haus befindliche Brücke ermöglicht es den Besuchern bis in die Höhe der Baumwipfel aufzusteigen. Mit zum Teil über 130 Jahre alten Farnen präsentiert sich das Farnhaus. Neben Baum- und Palmfarnen finden sich unter anderem Frauenhaarfarn, Flügelfarn und Schwertfarn.

Im Mittelmeerhaus werden Pflanzen aus der Mittelmeerraum gehalten. Typische Vertreter sind Lorbeer, Myrthe und Zitrusfrüchte. In der Anlage befinden sich auch einige Aquarien und Terrarien. Neben einigen Fischarten aus der benachbarten Elbe werden auch hier Exoten wie Nilkrokodil, Schildkröten und Piranhas gehalten.


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